Die 100. (Jubiläums) GV

Bericht der Surseer Woche über die 100. GV

 

100. GV des Quartiervereins Eisenbahnvorstadt
Vor 100 Jahren wurde in der Eisenbahnvorstadt der erste Quartierverein Sursees gegründet. Zum Jubiläum wird unter anderem eine Quartiergeschichte in der Reihe «Surseer Schriften» herausgegeben. Im Vorstand nehmen neu Karin Lemmens, Hans-Peter Huber und Karl Jenni Einsitz.
Eine stattliche Mitgliederzahl erschien am vergangenen Freitag im Landwirtschaftlichen Bildungs- und Beratungszentrum zur 100. Generalversammlung des Quartiervereins Eisenbahnvorstadt. Problemlos passierten die geschäftlichen Traktanden, die durch Präsident Robert Stamm speditiv abgewickelt wurden. Als Ersatz für das Kassierehepaar Franz und Pia Rast, das nach elfjähriger Tätigkeit demissionierte, wählte die Versammlung Karin Lemmens als neue Kassierin sowie Hans-Peter Huber und Karl Jenni in den Vorstand.
Pia Rast tritt gleichzeitig die Nachfolge von Beatrice Bieri als Revisorin an.
Sein 100-Jahr-Jubiläum begeht der älteste Quartierverein Sursees unter anderem am 12. Juni mit einem Bahnhoffest (zusammen mit dem zehnjährigen Quartierverein Neufeld) und einem Apero am offiziellen «Geburtsdatum» vom 14. August. Am Schluss der Versammlung orientierte Robert Stamm über den Internet-Auftritt des Quartiervereins Eisenbahnvorstadt unter der Vereinsrubrik auf der Homepage der Stadt Sursee (Adresse: «www.sursee.ch») und darüber, dass die Bedienung der «Chäferweg-Schlaufe» durch den Ortsbus Sursee aufgrund der schwachen Nachfrage auf den Fahrplanwechsel von Ende Mai aufgehoben wird.
 
Vom Untertor zum Bahnhof
Im Rahmen des Jubiläumsprogramms, durch welches Karl Jenni führte und das von den Klarinetten- und Saxophonensembles der Musikschule Sursee unter der Leitung von Edi Kurmann umrahmt wurde, stellte Autor Thomas Berther das Konzept der Jubiläumsschrift vor, die im November unter dem Arbeitstitel «Vom Untertor zum Bahnhof» in der Reihe «Surseer Schriften» erscheint. Ziel sei es, die Entwicklung des Quartiers «Sursee West» im geographischen Raum zwisehen Untertor und der Gemeindegrenze Richtung Mauensee/Oberkirch leicht verständlich darzustellen sowie Text, Fotos und Karten zu einer Einheit zu verschmelzen. Berther zeigte auf einer Übersicht die wichtigsten Entwicklungsschritte des Quartiers auf – beginnend beim Jahr 1856, als mit der Eröffnung des Bahnhofs der erste wichtige Bezugspunkt der Siedlungsentwicklung ausserhalb der Altstadt geschaffen wurde, und endend bei der um 1960 einsetzenden Metamorphose des Gebietes zum wichtigsten Dienstleistungszentrum der Stadt.
 
Humorvolle Anekdoten
Die Reihe der zahlreichen Gratulanten befreundeter Vereine komplettierte der im jubilierenden Quartier aufgewachsene Stadtpräsident Remo Casserini. Die Eisenbahnvorstadt habe sich in den letzten 100 Jahren – in Etappen zwar, aber dennoch markant – verändert und werde sich auch mittelfristig weiter in Richtung Dienstleistungszentrum wandeln. Dazu beizutragen, dass trotz dieses Wandels die Attraktivität und Wohnqualität des Quartiers erhalten bleiben, sei eine «edle Herausforderung» für den Quartierverein Eisenbahnvorstadt, meinte Casserini. Die Jubiläumsfeier beschlossen Reminiszenzen aus dem früheren Quartierleben, die von zwei ehemaligen Präsidenten des Quartiervereins kredenzt wurden. Während sich Fritz Weibel auf den Hirschpark in der Haselwarte konzentrierte, gab Josef Fischer auf humorvolle Art Anekdoten im Zusammenhang mit der Weinhandlung der Gebrüder Fischer zum Besten.
Daniel Zumbühl